Termine und Aktivitäten 2009
„Lembeck in den 1960er und 1970er Jahren“
Montag, 02.02.2009, 20:00 Uhr
Der Heimatverein Lembeck 1922 e.V. hatte am Montag, den 02. Februar 2009 um 20 Uhr zum Proatabend in den Saal der Gaststätte Stenen Hues eingeladen. Es erschienen ca. 70 Gäste, denen im Rahmen dieses gemütlichen Beisammenseins Lembecker Filme aus den 1960er und 1970er Jahren gezeigt wurden- unter anderem von den traditionellen "Bierfassrennen" ab 1962 und der Dorfolympiade 1973. So mancher älterer Besucher des Proatabends hat sich in diesen Filmen als jungen Mann wieder erkennen können.

Bei den Bierfassrennen musste seinerzeit ein Fass Bier in einer bestimmten Zeit von zwei Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Lembeck von der damaligen Rose-Brauerei auf einer Sackkarre nach Lembeck gefahren werden - selbstverständlich in Begleitung zahlreicher Fahrrad-, Moped- und Autofahrer. Schaffte man dieses, gewannen die Beteiligten das Fass, welches anschließend in feierlicher Stimmung geleert wurde. Zu diesen Ereignissen war nahezu das ganze Dorf auf den Beinen.

Herr Dr. Fritz Geisthövel sen. besaß bereits Ende der 1950er Jahre eine Filmkamera, mit der er seinem Hobby nachging und verschiedene Veranstaltungen für damalige Zeiten in ungewöhnlich guter Qualität aufzunehmen. Sein Sohn Dr. Fritz Geisthövel jun. hat dem Heimatverein Lembeck die sehr gut erhaltenen Normal-8-Filme seines Vaters zwecks Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise konnten die überwiegend in Farbe aufgenommenen Filme mit einer Gesamtspieldauer von ca. 3 Stunden auf drei DVDs für die Nachwelt gesichert werden. An diesem Proatabend wurde die erste dieser DVDs vorgeführt. Selbstverständlich war der Besuch des Proatabends für alle Besucher kostenlos - umso mehr freute sich der Heimatverein Lembeck über die großzügigen Spenden, die zur Kostendeckung dieser Digitalisierung und für weitere Projekte (Neubau des Backhauses am Heimathof und Aufstockung der Garagen am Bauerngarten) verwendet werden.
Termine und Aktivitäten 2008
Mitmachtag im Heimatmuseum
Samstag, 15.11.2008, 10:00 Uhr
Am Samstag, den 15.11.2008 wird ab 10 Uhr in unserem Heimatmuseum gearbeitet. Alle Mitglieder des Heimatvereins und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns bei verschiedenen Arbeiten zu unterstützen. Handwerklich Begabte können uns helfen, eine Trennwand aufzustellen, Computerinteressierte werden benötigt, um unser Archiv auf Vordermann zu bringen und neu hinzugekommene Exponate in die Museumsdatenbank aufzunehmen. Auch für alle anderen gibt es reichlich Arbeit, die zu erledigen ist. Gerne nehmen wir dabei auch Vorschläge für Veränderungen und Verbesserungen entgegen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das Museumsteam freut sich auf jeden Helfer. Eine vorherige Anmeldung (Telefon: 02369/79252 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) wäre wünschenswert, um die Arbeiten besser organisieren zu können. Die Arbeitshilfsmittel, Werkzeuge, Materialien etc. werden gestellt.
Michael Langenhorst
Saisonabschlussfest im Heimatmuseum und Einweihung der Geschichtsstation Lembeck
Samstag, 18.10.2008, 13:00 Uhr
Am Samstag, den 18.10.2008 feiern wir ab 13 Uhr in unserem Heimatmuseum das Saisonabschlussfest. Hierzu sind nicht nur unsere aktiven Mitglieder und Spender der Exponate, sondern auch alle anderen Interessierten herzlich eingeladen. Heinz Liesen bietet eine Führung durch unser Museum an und in gemütlicher Runde werden die bisherige Arbeit und weitere geplante Veränderungen vorgestellt.
Um 16 Uhr wird im Ortskern Lembeck die neu aufgestellte Tafel "Dorstener Geschichte - Station Lembeck" eingeweiht. Für musikalische Begleitung sorgt der Spielmannszug und die Harmonie Lembeck. Auch hierzu sind alle Mitbürger herzlich willkommen. Nach der feierlichen Einweihung geht es weiter zum Heimathof, wo mit Getränken und köstlichen Reibeplätzchen für das leibliche Wohl gesorgt ist. Die Treckerfreunde helfen bei der Vorbereitung und die freiwillige Feuerwehr Lembeck unterstützt uns an diesem Tag bei der Bewirtung.
Michael Langenhorst
Die Einweihung der Geschichtsstation war ein voller Erfolg
Nach umfangreichen Vorbereitungen mit organisatorischem Geschick war es am Samstag endlich soweit: Die 30. Geschichtsstation "Dorstener Geschichte, Station: Lembeck" wurde in Lembeck an der Kirche feierlich eingeweiht. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst weihte diese Station in Gegenwart von ca. 100 Gästen und Beteiligten mit seiner Rede stimmungsvoll ein. Nach der Enthüllung der Tafel bedankten sich Willy Schrudde und Dr. Josef Ulfkotte in ihren Reden bei allen Beteiligten und Sponsoren, vor allem der Volksbank Lembeck - Rhade eG, und gaben einen kleinen Einblick in die Geschichte Lembecks und die Hintergründe der Entstehung der Station. Die Blaskapelle "Harmonie" und der Spielmannszug Lembeck sorgten gemeinsam für die musikalische Begleitung während die Oldtimerfreunde Lembeck ihre sehenswerten alten Traktoren auf dem Kirchplatz präsentierten. Helfer der freiwilligen Feuerwehr sowie einige Frauen des Heimatvereins sorgten mit Getränken und frisch gebackenen Reibeplätzchen anschließend auf dem Heimathof für das leibliche Wohl, wo man den Tag gemütlich ausklingen lassen konnte.
Viele Beteiligte wurden gelobt. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass diese Geschichtsstation ohne weitere Hilfe nicht zustande gekommen wäre. Den Anstoß gab Herr Dr. Ulfkotte, der schon an der Entwicklung der vorherigen Geschichtsstationen in den anderen Ortsteilen beteiligt war. In zahlreichen Gesprächen mit Interessierten und Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins konnten viele Themenvorschläge gemacht werden, welche allerdings aus Platzgründen teilweise wieder gekürzt oder gestrichen werden mussten. Mit Hilfe der Heimatfreunde Johannes Harks und Manfred Steiger konnten die Daten der Tafel erst ins rechte Licht gerückt werden. Ohne ihre fachliche Kompetenz wäre so mancher Fehler sicher lange unentdeckt geblieben - zumindest bis zur Veröffentlichung der Station. Nach verschiedenen Vorschlägen zum Standort konnte dieser gemeinsam mit der St. Laurentius Pfarrgemeinde gefunden werden. Die Station steht übrigens auf dem Grundstück der Kirche. Vielen Dank auch an dieser Stelle an alle Beteiligten, die nicht einzeln erwähnt wurden und im Hintergrund große Arbeit und Hilfe geleistet haben.
Es bleibt zu hoffen, dass sich viele Mitbürger an dieser Geschichtsstation erfreuen und dort Wissenswertes über Lembeck erfahren und dass die Tafel von mutwilligen Beschädigungen verschont bleibt.
Michael Langenhorst / Dorstener Zeitung / WAZ
Termine und Aktivitäten (Archiv)
Naturschutzseminar des Westfälischen Heimatbundes mit Lembecker Beteiligung (2004)
Zum 2. Teil des Naturschutzseminars “Kopfbäume – Landschaftselemente und Lebensräume” trafen sich am 24.und 25. Januar 2004 33 Männer und Jugendliche, darunter 3 Teilnehmer vom Heimatverein Lembeck (Peter Liebers, Leo Löchteken und Reinhold Malsch) in Westerkappeln/Tecklenburger Land. Im Umfeld des dortigen Traktorenmuseums (ein Besuch ist sehr empfehlenswert) waren ca. 45 Kopfweiden unterschiedlichen Alters als Praxisübung fachgerecht zu beschneiden (im Fachjargon auch Schneiteln genannt). Der Schnitt soll alle 3-5 Jahre erfolgen, weil ansonsten durch die Kopflast der schnellwüchsigen Austriebe bei Wind eine Beschädigung oder Zerstörung der Bäume droht. Solange es noch eine wirtschaftliche Nutzung des Kopfholzes gab, war der Schnitt von Kopfweiden eine regelmäßige Aufgabe des Spätwinters. Auch die Niederungen Westfalens wurden im Landschaftsbild von Kopfweiden stark geprägt, die sowohl die Weidewirtschaft (Kopfhöhe und damit Blätterdach ab 2-2,50 Meter) als auch die Holzwirtschaft zuließen. So waren Kopfweiden noch bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Rohstofflieferant für die Herstellung von Flechtwaren. Für das Holz der stärkeren Äste gab es weitere vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie Stiele, Holzschuhe, Kisten, Schachteln etc. Heute sind die vorhandenen Kopfweiden zum „ Pflegefall“ für Naturschützer und entsprechende Institutionen geworden, denn sie sind als Landschaftselement und als Biosystem für Flora und Fauna überaus erhaltenswert.

Im Bild: Reinhold Malsch (Mitte) & Leo Löchteken (rechts)
Die Teilnehmer des Seminars nahmen in Gruppen unter fachkundiger Anleitung mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Handsägen, Astscheren, Teleskopsägen und Motorsägen den Schnitt der Kopfweiden vor, teilweise musste auch ein Trecker mit Schneidekorb eingesetzt werden. Besondere Hinweise gab es auch zu Sicherheitsvorkehrungen und Versicherungsschutz, weil derartige Arbeiten zumeist ehrenamtlich erfolgen. Nicht nur die Pflege vorhandener Kopfbäume ist wichtig, sondern auch der Ersatz durch Neuanpflanzung. Einige Teilnehmer fertigten sich deshalb von starken Ästen (5-8 cm) Stecklinge an (ca. 2,5 m lang), um diese dann im Heimatbereich anzupflanzen. Aus den Kopfästen einer Weide lässt sich so spielend eine ganze Kopfweidenreihe erstellen.
Nach der Schneidepraxis wurde das Seminar noch durch verschiedene vertiefende Referate zum Thema ergänzt. Eins war der Stamm und Kopf der Bäume als Lebensraum. Der Kopf, den die Weiden durch das regelmäßige Beschneiden bilden mit Wulsten, Höhlen und Spalten, ist ein idealer Lebensraum zur Ansiedlung von Pflanzen und Sträuchern, von Insekten und Höhlenbrütenden Vögeln. In einem Seminar wurde auch die traditionelle Korbflechterei mit Weidenruten in ihrer speziellen Ausbildung der Emsdettener Kornwannenmacherei (zur Kornreinigung) vorgestellt. Diese Kornwannen waren ein „Exportschlager“ des Emsdettener Raumes im 18. Jahrhundert. Ein weiteres Seminar befasste sich mit pflegegerechter Schnitttechnik und mit Diagnosetechniken für die Zustandsbewertung erhaltenswerter Baumbestände, weil immer wieder mit Sicherheits- und sonstigen –Argumenten Bäume und Baumbestände unwiederbringlich abgeholzt werden.
Fazit des interessanten Wochenendes war auch für die Lembecker Heimatfreunde, dass ein wichtiges Naturschutzthema behandelt wurde, welches man auch in den eigenen Heimatverein hineintragen möchte, um vor Ort ein kompetenter Ansprechpartner und Beteiligter von entsprechenden Aktionen zu werden.
Text: Peter Liebers
Heimathof nimmt Form an (2003)
"Nur keinen Stress", lächelt Hans-Günter Loick. "Die Arbeit soll ja auch noch Spaß machen." Dabei gibt es hinter dem "Museschoppe" des Heimatvereins Lembeck wahrlich viel zu tun.
Jeden Dienstag treffen sich die Mitglieder hier. Dann wird gesägt, gehämmert und geschraubt. Drei Stunden lang. Loick, Hermann Bügers und andere Mitglieder arbeiten seit einigen Wochen an einem Spieker. Auf dem Gelände der alten Bleiche sollen in ein paar Monaten alte landwirtschaftliche Maschinen wie Eggen, Kartoffelroder und Pflüge restauriert werden. Später werden sie im Heimatmuseum ausgestellt, "falls da noch Platz sein sollte", sagt Loick. Aus diesem Grund wird der Heimatverein in einem Nebenraum des Spiekers im nächsten Jahr wohl auch einige Geräte ausstellen - und zu besonderen Anlässen mit dem Antrieb eines Göbels vorführen.
Auf dem Gelände gegenüber dem Autohaus Lehmbrock hat der Heimatverein 1999 bereits die Museschoppe und ein Bienenhaus errichtet. "Zum Heimathof fehlen aber noch einige Gebäude", gibt Hermann Bügers zu bedenken. "Wir freuen uns zwar über jeden Besucher, aber auch über jeden Interessenten, der mithilft, den Heimathof komplett zu machen."
Derzeit hat der Heimatverein Lembeck noch eine zweite "Baustelle". Vor gut einem Jahr wurde neben der Don-Bosco-Schule ein Bauerngarten mit Streuobstwiese eingerichtet. Jeden Montag sieht die Garten AG hier nach dem Rechten und lernt mit fachkundiger Hilfe, wie vor 100 Jahren Gemüse angebaut wurde. "Bei den Kindern kommt das gut an", weiß Franz-Josef Liesen. Die Lehrer indes tun sich mit der Pflege des Gartens offenbar noch etwas schwer. Und so ist es in den Ferien Aufgabe des Heimatvereins, das Grundstück in Schuss zu halten.
Die Herbstdüngung wurde jetzt eingebracht, dazu wird die Streuobstwiese zum zweiten und dritten Mal gemäht. Nicht mechanisch oder elektrisch - die Aufgabe übernehmen zwei geliehene Schafe. Gestern wurden die Tiere von einem Teil der Wiese in den nächsten getrieben. In etwa drei Woche ist sie vermutlich kahl gefressen.
Auf die Schülerinnen und Schüler der Don-Bosco-Schule wartet nach den Ferien übrigens ein besonderes Vergnügen. Nach Abschluss der Kartoffelernte gibt´s für die kleinen Hobbygärtner auf dem Heimathof im Gewerbegebiet Kartoffelpuffer satt. dieb
Quelle: Ruhr Nachrichten - 26. 08. 2003
Feines Binsen wird ein Stuhl (2003)
LEMBECK - Ein "lebendiges Museum" versprach der Heimatverein Lembeck e.V. am Ostersonntag. Zur Saisoneröffnung des Heimatmuseum Schloss Lembeck erlebten Interessierte historisches Handwerk. Heimische Fachleute präsentierten die Art der Arbeit von Schmieden, Schustern und Korbflechtern, wie sie Anfang des Jahrhunderts aktuell war. Im Rahmen der anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Heimatmuseums stattfindenden Veranstaltung überreichte Heimathistoriker Walter Biermann eine historische Holztafel. Das Relikt aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert zeugt von den Anfängen des Bergbaus in Lembeck. Damals pendelten die Arbeiter von der Herrlichkeit zu den Zechen in Dorsten oder Gelsenkirchen.
Günter Loick, erster Vorsitzender des Heimatverein Lembeck zeigte sich sichtlich erfreut. Zahlreiche Gäste, darunter Vertreter der Vereine Lembecks sowie der ehemalige Bürgermeister Hans Löns, verfolgten die feierliche Übergabe. "Hier ist sie am richtigen Platz", befand Biermann. Lange Zeit hatte sich die Tafel aus Kiefernholz in seinem Besitz befunden. Bereits Anfang der achtziger Jahre war sie auf dem Dachboden der ehemaligen Wirtschaft seines Bruders, dem Brauhaus Sprenger, entdeckt worden. Seither zählte sie zur umfangreichen Sammlung des bekannten Heimatforschers. Biermann weiß um den Wert der Tafel: "Sie ist der Beweis, dass hier Bergleute waren", der Beweis, dass Lembeck nicht nur ein reines Argardorf mit einem schönen Schloss gewesen sei.
Während die Besucher historische Werkzeuge und alte Dokumente besichtigten, nutzten die rund 100 erschienenen Vertreter der Vereine die sonntägliche Veranstaltung zu Gesprächen. Sowohl Museumswart Josef Dahlmann als auch sein Stellvertreter Manfred Steiger betonten die gute Zusammenarbeit. Das "Voneinander und Miteinander" der rund 50 Lembecker Vereine nannte der zweite Vorsitzende der CDU Lembeck, Lothar Scheffler eine "wirklich schöne Sache".
Der Kooperation ist es auch zu verdanken, dass die Besucher des Heimatmuseums am Sonntag die älteste Vereinsfahne des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck betrachten konnten. Sie zählt zu den zahlreichen Ausstellungsstücken, die die Lembecker ihrem Heimatverein zur Verfügung gestellt haben. In traditionell münsterländischen Kitteln boten dessen Mitglieder den Gästen am Sonntag Kulinarisches wie Lembecker "Plass" an. Wenig weiter flocht Franz Heddier feines Binsen zu einem Stuhlsitz. Weitenruten bogen sich in den Händen Hannes Bösings zu stabilen Körben. Orthopädie-Schuhmacher Lothar Schreck beeindruckte die Besucher besonders: Das "Pinnen" der Sohle führte er ebenso vor wie das aufwendige Vernähen von Schuhen mit der traditionellen "Nähahle". Auch von der damaligen Arbeit des Sattlers und Schmieds konnten sich die Besucher im "lebendigeren" Museum ein Bild machen.
Natürlich konnte das "Wahrzeichen des Münsterlandes", der Kiepenkerl, der als Heiratsvermittler und Händler Anfang 1900 durch die Dörfer zog, am Ostersonntag ebenfalls bestaunt werden. Mit sichtlichem Spaß versuchten einige Besucher derweil, an Spinnrädern widerspenstige Wolle zu feinem Garn zu drehen.
Weitere Stücke gesucht Bisher fehlten dem Heimatverein Ausstellungsstücke zur Historie des Bergbaus in Lembeck. Die von Walter Biermann zur Verfügung gestellte Holztafel sei ein Anfang, "das Thema anzureißen", so Günter Loick. Aus dem Heimatmuseum solle zwar kein Bergbaumuseum werden, dennoch wolle der Heimatverein Lembeck die Geschichte des Bergbaus in Lembeck weiter beleuchten. Aus diesem Grund richtet sich der Verein mit der Bitte an die Bürger, entsprechende historische Gegenstände dem Museum zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Ruhr Nachrichten - 21.04.2003
Teilneuwahlen Lembeck. Der Rückblick, eine Buchvorstellung und eine Bilanz des Museumswarts prägten die Generalversammlung des Heimatvereins Lembeck. Heinz Liesen erinnerte etwa an die Aktivitäten im Bauerngarten. Über 100 Helfer bereiteten das Grundstück vor und pflanzten mehrere hundert Sträucher und Bäume. Offiziell weihte der Verein den Garten mit der Grundschule Ende März ein. "Vergangen, aber nicht vergessen" heißt das Buch, das Christine Stockhoff vorstellte. In vierjähriger Kleinarbeit hat sie mit einem fünfköpfigen Team die Geschichte Lembecks in den Jahren 1939 bis '45 beleuchtet. Die Recherche führte die Autoren bis nach Amerika. Der Einband zeigt das Ehrenmal vor St. Laurentius, gestaltet von Schwester Paula. Das Buch ist ab Ostern zu kaufen. Museumswart Josef Dahlmann berichtete, dass 4073 Leute das Heimatmuseum besuchten, inklusive 13 Sonderführungen. Wegen der neuen Eintrittskarten-Regelung seien die Zahlen leicht rückläufig. Seine Bestände hat der Verein komplett durch EDV erfasst und inventarisiert. 2078 Exponate sind darin zu finden, inklusive der Zinnfiguren sind es sogar 4863 Exponate. Ebenfalls auf der Tagesordnung standen Teilneuwahlen zum Vorstand. Die Ergebnisse: Zweite Vorsitzende ist Walburga Hülsdünker, Schriftführerin Ingrid Loick, Kassierer Ernst Große-Gellermann, Museumswart Josef Dahlmann. Beisitzer sind Theo Dammann, Bernhard Heiming, Frank Langenhorst und Heinz Liesen. Die Kasse prüfen Josef Bulitta und Vinzenz Meirick. Mit den anderen Lembecker Vereinen möchte der Heimatverein im Laufe des Jahres sprechen, um gemeinsam den traditionellen Nikolausumzug zu erhalten, der sich für die Heimatfreunde zu einem Zuschussgeschäft entwickelt. Und: Um 34 Mitstreiter ist der Heimatverein im Jahr 2002 auf 661 Mitglieder gewachsen.
Quelle: WAZ 10.04.2003
Einweihung des Schul-Bauerngartens (2003)
Bei frühlingshaftem Wetter wurde am Samstag (22.03.2003) der Schul-Bauerngarten eingeweiht. Nicht nur die Kinder der Don-Bosco-Schule waren da, sondern auch viele Erwachsene.
Mit Frühlingsliedern, vorgetragen von den Schülern und dem Männergesangverein wurde der offizielle Teil eröffnet. Nach den Begrüßungsreden wurde der Garten von den Pastoren beider Konfessionen gesegnet. Nun nutzte jeder die Gelegenheit zu flanieren. Noch sind hauptsächlich die Grundrisse zu sehen, die aber schon bald von den Kindern besät und bepflanzt werden. Wir wünschen dazu viel Erfolg und den grünen Daumen. Die “Profis” vom Heimatverein werden auch weiterhin mit Rat zur Seite stehen.
Der alte Bauerngarten als Schulgarten und die Streuobstwiese:
Text: Heinz Liesen (März 2003)
Von der Idee bis zur Verwirklichung eines Bauerngartens (2002)
Als der Heimatverein Lembeck einen alten Museschoppen vor dem Abbruch bewahrte und am Krusenhof wieder errichtet hatte, kam die Idee auf, auch einen alten Bauerngarten anzulegen. Nachdem die Grundschule ihr Interesse an der Mitarbeit bekundete, wurde ein Grundstück favorisiert, das direkt an das Schulgelände angrenzt. Der Heimatverein übernahm die Federführung, erledigte die behördlichen Formalitäten und stellte die entsprechenden Zuschussanträge, die zu erfreulichen Erfolgen führten.
Unter Berücksichtigung der Wünsche der Grundschule wurde der Garten mit vier Äckern angelegt: Alle drei Züge und eine Schüler-Arbeitsgemeinschaft sollen je “ihren Garten” erhalten. Ziel ist es, den Kindern ursprüngliche Natur nahe zu bringen , indem sie lernen unter Anleitung einen Garten anzulegen und zu pflegen, um dann auch das Ergebnis der Ernte zu erfahren. Gute Erfolge zeigte bereits das gemeinsam durchgeführte Ackerprogramm.
Nach dem Abräumen des Aufwuchses und des Unrates fand am 11. März 2002 der erste Spatenstich statt, an dem die Grundschule, der Heimatverein, die Förderer und der Bürgermeister teilnahmen. Dann wurden etwa 160 m Lattenzaun in Eigenleistung hergestellt und gesetzt. Mit Selbstbesäumten Abschwarten wurden die befestigten Gehwege eingefasst. Nach dem pflanzen von etwa 4000 selbstgezogenen Buchsbaumstecklingen als Begrenzung der Äcker und Rabatten war die streng geometrische Form des Bauerngartens gut zu erkennen. Jeder der vier Gruppen verfügt über ca. 50 qm Gartenland. Im Frühjahr 2003 können die Kinder aktiv werden und “ihren Garten” in Besitz nehmen. Kindgerechte Gartengeräte wurden in Verbindung mit dem Förderverein bereits beschafft. Zum gießen der Pflanzen steht mit 2000 Litern hoffentlich genügend Regenwasser zur Verfügung, das vom Flachdach der angrenzenden Garagen aufgefangen wird.
Die Grundstücksgröße von mehr als 1200 qm ließ von vornherein auch die Anlage einer Streuobstwiese am Bauerngarten zu, die schon eingesät ist. Dort soll die Heuernte nach alter Art durchgeführt werden. Denkbar ist auch das Halten eines Schafes. In Kürze werden alte Obstsorten gepflanzt, sowie einige Wildlinge, die dann im Beisein der Kinder im Frühling veredelt werden. Mitglieder des Heimatvereins sowie Eltern und Großeltern der Grundschüler haben ehrenamtlich die Maßnahme “Alter Bauerngarten und Streuobstwiese” verwirklicht, indem sie an vier Terminen pro Woche ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Weiterhin trifft sich allwöchentlich dienstags eine Gruppe, die die Weiterentwicklung und die Unterhaltung der Gesamtanlage gewährleistet.
Text: Heinz Liesen (November 2002)
Ausflug nach Eslohe (2002)
Bei diesigem Wetter ging es um 8:15 Uhr ab Busbahnhof Lembeck los. 25 Personen waren pünktlich da. Bösings Bernhard chauffierte uns profihaft durch die Nebelbänke Richtung Sonne und Sauerland. Immer wieder konnten wir wunderschöne Ausblicke genießen.
Um 10:30 Uhr waren wir am Ziel. Endlich konnten die Männerherzen höher schlagen, Dampfmaschinen in allen Variationen.
Hobbybastler ölten, putzten und legten noch `ne "Schüppe Kohlen" auf. Es war herrlich! Da wir angemeldet waren, hatten wir eine Führung und es wurden verschiedene Maschinen vorgeführt. Es knallte, zischte, dampfte und tuckerte von allen Seiten. Aber es gab nicht nur Maschinen, sondern auch das Heimatmuseum.
Hier ging es ruhiger zu. Wir entdeckten einige Sachen, die auch in unserem Museum zu sehen sind. Zum Schluss fuhren wir mit dem Dampfzug noch 2 Runden durch den Museumspark. Nach soviel geistiger Aufnahme, meldete sich jetzt auch unser Magen. Der Forellenhof war nicht weit und nach einem kurzen Spaziergang waren wir da. Hier haben wir uns in gemütlicher Runde gestärkt. Anschließend fuhren wir zum Möhnesee. Wir hatten großes Glück, denn das Schiff wollte gerade zur letzten Rundfahrt ablegen. Der Kapitän wartete, bis alle an Bord waren. Bei Kaffee und Kuchen oder kalten Getränken ließen wir eine Stunde die Seele baumeln. Der obligatorische Gang über die Sperrmauer durfte natürlich nicht fehlen. Dabei wurden uns die gigantischen Ausmaße einer Sprengung, wie es sie im Krieg gab, bewusst. Nun wurde es aber auch Zeit für die Heimfahrt. Es wurde noch viel erzählt und gelacht unterwegs. Alle waren der Meinung, es war ein wunderschöner Tag!
Text: Ingrid Loick
Aktion Sauberes Dorsten (2002)
Aktive Mithilfe haben wir geleistet. 4 Erwachsene und 4 jugendliche Mitstreiter sammelten 370 (in Worten: dreihundertsiebzig) kg Abfall ein. Um 10 Uhr ging es los. Rund um die Ruhebänke auf dem Holtberg, Parkplatz Wessendorf und in der Hohen Mark wurde fleißig Unrat entsorgt. Gegen 13 Uhr wurde von der Stadt Dorsten als Dankeschön im Museschoppen ein Imbiss gereicht. Nach dem Aufladen des Mülls war die Aktion beendet.
Text: Ingrid Loick
Aktualisiert (Freitag, den 14. Mai 2010 um 16:48 Uhr)



